Musikklang
Sie sind hier: Startseite

Musikklang

  • Norbert Ammermann
    Introduktion für Sitar

Am Ufer der Stille

Musik für Sitar, Tabla, Handpan, Tanpura

Norbert Ammermann (Sitar)
Manfred Hendricks (Tabla und Handpan)
Sigrun Menzel (Tanpura)


Nächstes Konzert: für die Flüchtlingshilfe Lengerich, St. Margaretha, Lengerich-Hohne, Sonntag 27.11. um 17 Uhr.

zum Vergrössern anclicken

KONZERT der RELIGIONEN - zum Vergr. anclicken

Unsere Idee

Blättern Sie in unseren Musikalischen Kleinoden.
Lassen Sie sich eine CD zuschicken gegen eine von Ihnen frei bestimmbare Spende!
So wollen wir allen Einkommensschichten eine Teilnahme an unserer Idee der "Strassenoper", der offenen Musik in Münster-Kinderhaus ermöglichen, den Einkommensstarken wie den Einkommensschwachen.
Viel Spass!

Musik zu schreiben ...

... das heißt für mich, theologisch und philosophisch nachzudenken und zu reflektieren.
Über das Universum, Mensch und Gott in einer anderen Sprache, der Sprache der Musik, zu klingen.
Auf dem Sitar zu spielen, heißt, mit anderen Menschen unseren Glauben und dessen 10.000 Erscheinungen zu teilen.
Gott begegnet uns im Fremden!

Musik ist eine Grammatik zweiter Ordnung, die über ein funktionales Verständnis weit hinausreicht.

Der Musikphilosoph Eduard Hanslick betrachtet Inhalt und Gegenstand der Musik als individuelles Resultat kompositorischer Arbeit des Geistes in geistfähigem Material" und nennt diesen reinen Teil der Musik die tönend bewegte Form". Als Tonkunst könne nur die reine Instrumentalmusik gelten.
"Musikleben [ ] dementiert, was eigentlich jeder Ton sagt, der erklingt und über jenes Getriebe hinaus will, dem das Musikleben ihn eingliedert." - (Adorno, Dissonanzen. Einleitung in die Musiksoziologie)

Musik, Kultur und Lebensraum

Menschen und ihre Lebens-Ästhetik werden mit Stadtteil und Milieu verbunden.
Religion, Saekularisation und Gesellschaft im Spiegel von Wort, Klang und Bild!
Eine Ästhethik ungebundener Kunst im Kontext von staedtischen Lebensraum und besonderen Zeiten.

Idee und Umsetzung virtueller Orchester kommt aus den USA. Verschiedene sinfonische Orchester stellten ihren Klangkoerper zur Verfuegung, damit dieser ueber spezielle Kompositionssoftware neu komponierte Musik zum Erklingen bringen konnte, ohne dass Komponisten auf einen aufwendigen Orchesterapparat angewiesen sind. Dahinter steht eine Demokratische Kunstidee! Es sollen nicht mehr Etats und knappe Gelder ueber die Auffuehrung und Verklanglichung neuer Musik entscheiden. Musik soll nicht nur etablierten Kreisen, sondern als schoepferischer Stoff allen Musizierenden und allen Komponisten zugute kommen.

Theologie und Musik

Die EKD Texte 99 Kirche entwickeln ein Verständnis von Kirchenmusik in dreifacher Perspektive:
- in phänomenologischer Perspektive (Ausdruck und Wirkung, ästhetische Perspektiven wie Alltagstranszendenz u.a.,) ,
- in trinitarischer Perspektive (Musik als Schöpfungsgabe, Musik als Gesang und Verkündigung des Evangeliums, Musikals Zeugnis der Anwesenheit des Geistes), und
- in der Perspektive der Zukunftsentfaltung. Hier werden aufgeführt: Qualität, Pluarlität, Traditionspflege. Etwas kurz gerät die kulturschaffende Perspektive von Alltags- und Kunstmusik, vielleicht auch deshalb, weil diese implizit vorausgesetzt wird.

Nachgebessert werden muss die Definition von Kirchenmusik, die oft reduktionistisch auf die sakrale Ebene zurückgeführt wird.
Während meiner Einarbeitung in die klassische indische Kunstmusik und meinen Aufenthalten in einem Kontinent, der von Religiosität und musikalischen religiösen Ausdrucksformen nur so strotzt , habe ich Problematik unserer abendländischen Kategorienbildungen immer wieder eindrucksvoll erfahren. In musikalisch-handwerklicher Hinsicht schafft unser Verständnis der Modalität und unser 12töniges Tonsystem viel Freiheit, engt aber auch ein. Aber auch übergeordnete Kategorien wie z.B. die der Kirchenmusik kann in anderen kulturellen Kontexten nicht mehr tragen, unddas zeigt sich gerade auch eindrucksvoll in Kunst und Musik gerade indischer Christen, die scheinbar zu unseren Ansätzen völlig verquer denken und ihre kulturelle Aktivität entfalten.
Deshalb bevorzuge ich für meine musikalischen Arbeiten den Begriff der Theologie-Musik. Diesekann, muss aber nicht kirchlichen Räumen aufgeführt werden. Sie enthält sakrale wie weltliche, ja - ich müßte sagen heilige wie humorvolle Elemente (die Kultur des rabbinischen Witzes, die auchin der jüdischen Kunstmusik aufscheint, ist ja unserer christlichen Kultur weithin abhanden gekommen). Ich selbst fühle mich der Kunstmusik verpflichtet, d.h. Musik wird als Sprache 2. Ordnung, als Reflexion von Inhalten in kognitiver und emotionaler Hinsicht verstanden.