"Die Religionen" 2015 / 2012

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Programm

Konzert der Religionen

Zum Westfälischen Frieden

17. Oktober 2015 in St. Matthäus, Melle
18. Oktober 2015 in der ev. Marienkirche, Osnabrück

Programm

Wolfgang Amadeus Mozart Sinfonie KV 551 in C-Dur
(1756-1791) „Jupiter-Sinfonie“ (1788)

Max Bruch „Kol nidrei“ für Cello und Orchester
(1838-1920)

Felix Mendelssohn-Bartholdy Choralkantate "Verleih uns Frieden"
(1809-1847)

Heinrich Schütz Verleih uns Frieden
(1585-1672)

Christoph Thomas Walliser Der 103. Psalm Davids "Benedic
(1568-1648) anima mea Domino" / Nun lob mein
Seel den Herren

Thomas Tomkins O pray for the peace of Jerusalem
(1572–1656)

Greg Knauf Gloria
(* 1972)

Norbert Ammermann Sinfonie Nr 3 „ Die Religionen“
(* 1956)

Ausführende
„junge philharmonie Leitung: Christopher Wasmuth
osnabrück“

Solistin
Yuri Kim

„Vokalconsort Osnabrück“, Leitung Stephan Lutermann

Sopran Mareike Schröder
Alt Charlotte Isbaner
Tenor Markus Döring
Bass Niko Schlier

Textlesungen Martin Schwartengräber

Intention und Inhalte

Der Friedensschluss zum Ende des 30-jährigen Krieges 1648 stellt eine Ausnahme in der europäischen Geschichte dar, weil das Aushandeln von Friedensbedingungen in den Städten Münster und Osnabrück von Vernunft und Versöhnung bestimmt war, nicht von zerstörerischer Machtpolitik oder konfessioneller Selbstdurchsetzung. Es war ein Wendepunkt in der europäischen Geschichte.

Die christlichen Konfessionen vermochten sich zu entpolitisieren und ihrem eigenen, spirituellen Wesen näherzukommen, ohne weiter auf Gebietsuniversalität aus zu sein. Dieses Ereignis stellt eine regionale Besonderheit von geschichtlichem Rang dar, die der Osnabrücker Region auch nach 365 Jahren weiterhin einen einzigartigen Auftrag verleiht: Frieden stiften ohne Waffen nur mit den Mitteln der interkulturellen und interreligiösen Verständigung!

Der Vertrag des Westfälischen Friedens, den die europäischen Mächte in Osnabrück und Münster fünf Jahre lang ausgehandelt hatten, beendete nicht nur einen langjährigen Krieg, sondern entwickelte eine ganz neue Idee: Europa als Gemeinschaft. Durch diese Vereinbarung eines ersten Völkerrechts wurde ein übergeordnetes Recht geschaffen, dem sich alle bestehenden Gesetze, Privilegien, Beschlüsse und päpstlichen Verfügungen unterordnen mussten.

Das Prinzip der religiösen und politischen Vielfalt wurde im Sinne des heutigen Europas entwickelt. Angestrebt wurde eine generelle Friedensordnung für wirtschaftlichen Handel und kulturellen Austausch in ganz Europa. Die Hoffnung auf Frieden, wie sie im Friedensvertrag des "Instrumentum pacis Osnabrugense" formuliert wurde, wurde zum Modell für alle nachfolgenden Konferenzen zu Frieden, Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa.

Ein Friedenskonzert kann die geschichtliche Vision in enger Verbindung mit dem Erleben und dem Selbstverständnis unterschiedlicher Religionen auf Zukunft hin erkunden, darstellen und praktisch Frieden stiftend zugänglich machen.

Das Konzert beginnt deshalb mit Mozarts Jupitersinfonie als einem Kristallisationspunkt der Verbindung von Humanität, Religiosität und musikalischer Autonomie.

In den Tagebüchern des englischen Verlegers Vincent Novello und seiner Frau Mary, die 1829 Constanze Mozart in Salzburg besuchten, findet sich am 7. August eine Eintragung, nach der Mozarts Sohn erwähnte, dass der Konzertveranstalter Johann Peter Salomon das Werk mit den Beinamen „Jupiter“ bezeichnet habe. Kurt Pahlen verweist zudem auf eine andere „Legende“, nach der der Beiname auf den Pianisten Johann Baptist Cramer zurückgehen soll, um ihre „göttliche Vollkommenheit“ zu bezeichnen. Der Titel „Jupitersinfonie“ taucht erstmals im Programm des Edingburgher Musikfestival vom 20. Oktober 1819 auf, danach im Programm der Londoner Königlichen Philharmonie vom 26. März 1821, und im Juni 1822 schreibt der Londoner Korrespondent der Allgemeinen musikalischen Zeitung: „Das dritte [Konzert] am 25sten März (…) begann mit der hier so beliebten, und unter dem Namen Jupiter bekannten Sinfonie in C dur von Mozart.“ 1822 wurde eine Bearbeitung der Sinfonie von Muzio Clementi für Klavier veröffentlicht, die im Titel die Bezeichnung „Jupiter“ trägt und die den Gott Jupiter auf Wolken thronend sowie mit Blitz und Donner in den Händen dargestellt. Andererseits findet sich die Jupiter-Assoziation auch in der Besprechung der Aufführung der Sinfonie KV 550 in der Allgemeinen musikalischen Zeitung vom 1. Mai 1805.

Es erklingt das „Kol Nidrei“, ein Konzert des Komponisten Max Bruch für Orchester und Cello. Das Werk basiert auf dem jüdischen Gebet Kol Nidre, das am Vorabend des jüdischen Versöhnungsfestes, des Jom Kippur, gebetet wird.

Sein Wortlaut: „Alle Gelübde, Verbote, Bannsprüche, Umschreibungen und alles was dem gleicht, Strafen und Schwüre, die ich gelobe, schwöre, als Bann ausspreche, mir als Verbot auferlege von diesem Jom Kippur an, bis zum erlösenden nächsten Jom Kippur. Alle bereue ich, alle seien ausgelöst, erlassen, aufgehoben, ungültig und vernichtet, ohne Rechtskraft und ohne Bestand. Unsere Gelübde seien keine Gelübde, unsere Schwüre keine Schwüre.“

Es folgt die Choralkantate „Verleih uns Frieden“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Über sie urteilte Robert Schumann 1840: "Das kleine Stück verdient eine Weltberühmtheit und wird sie in Zukunft erlangen".

Es folgen Werke von der Zeit des Dreißigjährigen Krieges bis in die Gegenwart, welche die Beziehung von Frieden und Religion zum Ausdruck bringen: „Verleih uns Frieden“ von Heinrich Schütz, von diesem zur Friedensfeier am Ende des Dreißigjährigen Krieges komponiert, dann „Nun Lob mein Seel den Herren“ von Christoph Thomas Walliser. Evangelische und katholische Konfession begegnen einander hier in gemeinsamer Friedenssehnsucht. Der Choral "Nun Lob mein Seel' den Herren" ist DAS Osnabrücker Friedenslied, das schon bei der Unterzeichnung des Friedensvertrages gesungen wurde.

Das „Gloria“ von Greg Knauf führt in die Moderne und bittet in der musikalischen Sprache unserer Zeit in eindringlicher Art und Weise um den Frieden („et in terra pax hominibus“)

Die Sinfonie Nr. 3 „Die Religionen“ von Norbert Ammermann aus Osnabrück führt in die Gegenwart, deren Aufgabe es ist, Brücken zwischen den Religionen und Kulturen zu bauen. Für diese Aufgabe brauchen wir neue Zugänge, wie sie in der Sinfonie beispielhaft geboten werden.

Mit dem Scheinwerfer eines orchestralen Apparates werde ich durch die musikalischen Eigenheiten der Weltreligionen geführt, die alle ihren Abglanz auf das musikalische Material eines einzelnen christlichen Kirchenliedes werfen, das sich 9 mal im Tönezauber riskiert und verändert. Das (DER) Immergleiche erweist sich immer wieder neu in einem lebendigen Prozess mit dem anderen, aber verliert seine Identität nicht: er scheint tatsächlich erst dadurch an Identität zu gewinnen. Insgesamt handelt es sich bei der Symphonie "Die Religionen" um ein Hörerlebnis jenseits der gängigen musikalischen Erwartung, das so viel an klanglicher Intensität und Schönheit mitteilt, wie der Hörer an offener Konzentration zu investieren bereit ist. Abwechselnd bieten die Strukturen des Aufbaus als auch die melodischen Phrasen den Handlauf durch fremdes, spannendes Gelände. (Michael Enenkel, Künstler, Münster-Kinderhaus)

Als am Ende des 30-jährigen Krieges am 25. Oktober 1648 der Friedensschluss verkündet wurde, stimmten die Bürger spontan den Choral Nun lob mein Seel den Herren an. Seitdem wurden Kriege von Antikriegskompositionen und Friedensverträge von Friedens-Musik begleitet. Während des 1. Weltkriegs und kurz danach haben z.B. Debussy, Strauss, Puccini, Leoncavallo, Pfitzner, Hindemith, Lehar, Faure, Webern, Eisler u.v.a. mit Vokalkompositionen den Krieg verflucht . Im Grauen des KZ konnten Ullmann u.v.a. nur mit ihren Kompositionen überleben. Und nach dem 2. Weltkrieg erklangen Friedens- und Auferstehungssinfonien, z.T. von den o.g. Komponisten. Genauso wie Musik die Gewalt- und Hassbereitschaft erhöhen kann, so kann Musik Friedens- und Versöhnungsbereitschaft fördern. - Solche Förderung trifft besonders zu, wenn die Kompositionen einen religiösen Hintergrund haben. An 3. Sinfonie Die Religionen von Norbert Ammermann kann man es ablesen und abhören: Die durchgängige orchestrale Antiphon Verleih uns Frieden , die 10-Ton-Reihung, die zen-meditativen leisen Töne, die anklagenden und tröstenden Orchesterpassagen und das klare Sopran-Solo im 8.Bild und das dialogiesierende Quartett der Religionen lassen mich eine Friedensstimmung spüren, welche durch Religion und Musik geprägt ist. (Prof. Dr. Reinhold Mokrosch, ev. Theologe, Osnabrück)

Bild 1 thematisiert das Bardo Thödol (Tibetanisches Totenbuch). Nur vier Violinen flageolett in den hohen Lagen deuten das die Realität durchscheinende göttliche Licht an, und es antworten die tiefen irdenen Holzbläser (Kontrafagott, Fagotte, Bassklarinette...)... die Streicher verstärken das Licht. Es beginnt ein buddhistisch meditativer Schreitrythmus im Orchester: fünf Schritte vor und einer zurück und wieder fünf Schritte vor. Scheinbar passiert nichts in diesen Takten und doch verändert sich etwas, nämlich der Zugang zur Wirklichkeit.

Bild 2 greift jene Szene aus der Bibel auf, in der Moses aus Zorn über das ungehorsame Volk in der Wüste am Sinai die verkündeten Gesetzestafeln zerschmettert. Aber Gott in seiner Barmherzigkeit wird nicht müde, seine Gebote immer neu in Kopf und Herz der Menschen zu schreiben. Die zehn Gebote werden hörbar in der strengen Zehntonreihe der Hörner. Diese wird wüstenhaft flirrend von den Streichern in einer Fuge aufgenommen. Die kopflose, aufgescheuchte Reaktion des Volkes klingt in den Holzbläsern an, in deren Spiel diese Tonreihe zerbröckelt. Ein neuer Dialogbeginn zwischen Gott und Volk bahnt sich abschließend in den tiefen Streichern an.

Bild 3 Zen kann als Illustration eines Zen-Gartens gehört werden; und es taucht auch der Zen-Mönch auf, der den Meditierenden mit einem heftigen Schlag bewusstseins- und wahrnehmungsfähig macht für die Einheit des Geschauten und des Selbst-Schauenden.
Bild 4 führt zur stürmischen Überfahrt des Apostels Paulus nach Europa, die Religion wird Raum der Geschichte; der Choral Ich steh an deiner Krippen hier klingt im flutenden Streichermeer auf, vom schweren 4/4 in den freundlichen 6/8 Takt gewendet; in den Takten 56 ff. kommt das Jesuskind über die Engführung der Choralmelo­die von den hohen Flöten bis in das tiefste Kontrafagott gewissermaßen vom Himmel auf die Erde herab; selbstkritisch klingen fremdartig Töne eines Marsches an ..., die Botschaft Jesu war und ist immer machtpolitischen Interessen ausgesetzt.

Bild 5 wieder führt in die friedlichen Zeiten kultureller Hochblüte der arabischen Halbinsel nach der Etablierung des Islams. Eine arabische Weise wird in den Klarinetten angestimmt und entwickelt. Die Klarinetten lassen das Murmeln der Bäche in den Gärten des Koran erklingen. Im Tutti des Orchesters wendet sich das Bild ins Ekstatische.

Bild 6 Tao gießt in eine musikalische Form die asiatische Auffassung, dass alle Dinge und Lebewesen im Universum zur Aufrechterhaltung der universalen Balance aufgerufen sind. Holz- und Blechbläser verdeutlichen in ihrer spiegelbildlichen friedlichen Stimmführung, von der Harfe zart begleitet, diese Überzeugung.

Bild 7 führt nach Indien, zu Radha und Krishna, einer Inkarnation des Gottes Vishnu. Die geschaute Religion wird zur subjektiven Beziehung zu Gott. Die Liebe zur Gottheit erklingt in der Soloviolone, die den Einsatz der menschlichen Stimme in Bild 8 vorwegnimmt.

Bild 8: Die menschliche Stimme gibt Auskunft über die Religion:
Ich weiß, daß ohne mich
Gott nicht ein Nu kann leben.
Werd´t ich zunicht´,
er muß vor Not den Geist aufgeben. -
Ich bin Gott´s and´res Ich,
in mir find´t er allein
den Grund, darin wir können selig sein.
Diese Aphorismen sind dem Cherubinischen Wandersmann von Angelus Silesius entnommen. Es sind Selbstaussagen der religiösen Seele und akzentuieren die eigentliche Aufgabe der Religion, nämlich jedem Menschen zu seiner Seligkeit (und nur zur Seligkeit!) in Gott zu verhelfen.

Im Bild 9 erfolgt eine Antwort in vier Gesangsstimmen Ich (Gott) habe Dich bei dei­nem Namen gerufen, du bist mein! Diese Antwort verschmilzt in den letzten Takten in beiden Soprani mit der Bitte um Frieden.

Strukturelle Zugänge

Bild 1 bis 3 wirken am fremdartigsten im Gefüge der Sinfonie; denn Bild 1 greift Stimmungen des Religiösen auf, die uns im Abendland relativ fremd geworden sind. Bild 2 in zehntöniger Atonalität gibt Auskunft über die Religion als das ganz Andere und Fremde und Fordernde . Bild 3 lässt das Orchester zusammenschnurren auf den Fixpunkt der Zen-Meditation, den Pausen und der Stille kommt hier eine ganz eigene Bedeutung zu und die Musik lebt eher vom Verstummen als vom Hören.

Mit Bild 4 bis 7 kommen Strukturen der abendländischen Musik ins Spiel; so kann Bild 4 als Sonatenhauptsatzform mit wiederholter Exposition, Durchführung und Reprise verstanden werden, Bild 5 als Menuett und Scherzo-Satz, Bild 6 als der langsame Satz, die das Grundgefüge von Sinfonien bilden, Satz 7 als weiterblickendes Finale.

Mit Bild 8 und Bild 9 werden diese Strukturen mit dem Einsatz der menschlichen Stimme weitergeführt und verdichtet.

Personen

Christoph Wasmuth: Christopher Wasmuth ist seit dem Sommersemester 2008 Lehrbeauftragter für künstlerisches Liedspiel, vokale Korrepetition und Ensembleleitung am Institut für Musik an der Hochschule Osnabrück, sowie Lehrbeauftragter für Instrumentale Korrepetition, Klavier und Dirigieren an der Universität Osnabrück. Als Dirigent hat er über viele Jahre die Kammersinfonie Oldenburg begleitet und ist außerdem künstlerischer Leiter des Schöneck Kammerorchesters aus Koblenz/Trier. Dieses Ensemble ist im September 2014 erstmals eingeladen, als Gastensemble bei den mit internationalen Künstlern besetzten Koblenzer Mendelssohn-Tagen aufzutreten. Als Dirigent betreut er außerdem Projekte des Orchesters der Universität Osnabrück und solche mit größeren sinfonischen Besetzungen des Hochschulorchesters des Instituts für Musik Osnabrück. Dort initiert und leitet er auch Aufführungen von szenischen Opernabenden mit Orchester, zuletzt einen Abend mit Kammeropern von Samuel Barber und Giancarlo Menotti, der Ende April 2014 wieder aufgenommen wird. Christopher Wasmuth studierte Schulmusik, Klavier und Orchesterdirigieren an den Musikhochschulen in Detmold und Berlin („Hanns Eisler“), er besuchte Dirigier-Kurse bei Sergiu Celibidache und Jorma Panula. Weitere Infos unter http://jp-os.de/ueber-uns/der-dirigent/

Stephan Lutermann: Stephan Lutermann erhielt seine musikalische Ausbildung in Salzburg und Köln, wo er Kirchenmusik und Konzertfach Orgel studierte. Als Solist (Orgel und Klavier) trat Lutermann bereits in Frankreich, Österreich, Argentinien, Ghana, Italien, Polen, Russland, sowie in vielen verschiedenen Städten Deutschlands auf. Als Kammermusikpartner (u. a. für Kammersängerin Prof. Edda Moser und Vladimir Tsypin vom New York Philharmonic Orchestra) ergänzte er sein Repertoire und Tätigkeitsfeld. Verschiedene CD-Einspielungen sowie Rundfunk- und Fernsehaufnahmen spiegeln sein breitgefächertes Repertoire und die intensive Auseinandersetzung mit Fragen der historischen Aufführungspraxis wider. 2008 gründete Lutermann das „Junge Vokalensemble Osnabrück“, mit dem er im Mai 2009 den 1. Platz beim 3. Deutsch-Niederländischen Chorwettbewerb in Kloster Frenswegen errang. 2011 folgte zudem die Gründung des Chores „Vokalconsort Osnabrück“. Im Mai 2013 gewann der Chor die „Heinrich-Schütz-Trophy“ beim internationalen Chorwettbewerb in Cork/Irland. Einladungen als Referent und Juror runden seine Tätigkeiten ab. Seit September 2009 ist Lutermann nun Kirchenmusiker an der St. Matthäus Kirche in Melle und unterrichtet seit 2008 als Lehrbeauftragter an der Hochschule Osnabrück.

Yuri Kim Die koreanische Cellistin Yuri Kim studierte an der Seoul National University bei Prof. Baik und der Hochschule für Musik Detmold bei Prof. Carneiro, wo sie 2004 ihr Konzertexamen mit Auszeichnung abschloss. Sie erhielt den 1. Preis beim Musikwettbewerb der Korea Music Association, den 2. Preis beim Internationalen Johannes Brahms Wettbewerb und gewann zudem zahlreiche wichtige Preise bei den DongAh- und JoongAng- Musikwettbewerben in Korea. Yuri Kim tritt in Korea, Japan, Europa und den USA auf. So wurde sie bereits zu mehreren bedeutenden Festivals und Konzertstätten eingeladen. Seit 2005 ist Yuri Kim stellvertretende Solo Cellistin im Osnabrücker Symphonieorchester.

Martin Schwartengräber wuchs in Warendorf, Westfalen auf und ist seit 1982 als Schauspieler und Regisseur an verschiedenen Theatern tätig, u. a. in Berlin, Stuttgart, Innsbruck, Linz, Würzburg und Lübeck. Er war Gründer und Leiter zweier freier Theater, der Werkstattbühne Berlin und der Werkstattbühne Stuttgart. Zu seinen eigenen Inszenierungen am Theater Lübeck gehörten Homers Die Ilias – Der Gesang des Homer, wo er selbst die Titelrolle spielte. - Am Theater Osnabrück ist er seit der Spielzeit 2011/12 festes Ensemblemitglied. In der Spielzeit 2012/13 war Martin Schwartengräber u. a. in Das Ding und als Paul John in Die Ratten zu sehen, 2013/14 folgten u.a. Rollen wie der Tambourmajor in Woyzeck, Detective Inspector Charlie Lee in Three Kingdoms und der Großvater in Immer noch Sturm. In der Spielzeit 2014/15 spielte er u.a. den Duncan in Macbeth, Wang, den Wasserverkäufer, in Der gute Mensch von Sezuan sowie in Im Osten nichts Neues.

Norbert Ammermann, ev. Pfarrer und Professor für Praktische Theologie an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal-Bethel. Als Sitarspieler ist sein musikalisches Wirken geprägt und geschult durch die klassische Musiktradition Indiens. In Münster-Kinderhaus entwickelte er das Konzept der politischen und milieubezogenen »Straßenoper«, deren Aufführungen und Inszenierungen nicht nur in Münster, sondern auch in anderen Städten viel beachtet wurden (»Der weise Nathan aus Kinderhaus«, »Christus vor den Stelen«, »Gesang der drei Frauen vor dem leeren Grabe“). Infos unter www.musikklang.de

Zu den Veranstaltern

RFP

Die weltweite Friedensbewegung „Religions for Peace / Religionen für den Frieden“ existiert in 198 Ländern und gehört zu den größten NGOs (Non-Goverment-Organisations) in der UNO mit Sitz in New York. RfP Deutschland, gegründet von Hans Küng, agiert in vielen deutschen Städten. Die seit 1998 existierende Regionalgruppe Osnabrück unter Leitung von Prof. Dr. Reinhold Mokrosch engagiert sich in öffentlichen Veranstaltungen für die Friedens- und Konfliktlösungspotentiale der Religionen. Wie und wo haben Religionen – trotz grauenhafter Gewaltausbrüche - Frieden gestiftet? Wie und wo kann man ihre Friedens-Potentiale stärken? Dazu gehören auch Veranstaltungen wie dieses „Friedenskonzert der Religionen“.

AROS

Der Arbeitskreis der Religionen in Osnabrück (AROS) wurde im Jahr 1996 von Prof. Dr. Horst Georg Pöhlmann und Aloys Lögering gegründet. Dem heutigen Leitungskreis gehören Mitglieder aller monotheistischen Religionen an. Derzeitiger Sprecher des AROS ist Aloys Lögering.

Zur Zielsetzung des Arbeitskreises gehören u.a. die Förderung der Solidarität zwischen den Religionen, der Eintritt für die Religionsfreiheit, die Zusammenarbeit mit friedensfördernden Organisationen und der Schutz von Flüchtlingen und Minderheiten.

Der AROS veranstaltet pro Jahr sechs öffentliche Veranstaltungen zu religiösen oder gesellschaftsrelevanten Themen; jede Veranstaltung endet mit einem „Gebet der Religionen“.

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