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Osnabrücker Sinfoniechen

Über dieses "Sinfoniechen"

Hier finden Sie das fertige "Osnabrücker Sinfoniechen" für sinfonisches Orchester -
eine Anspielung auf die Image- Kampagne der Stadt "Weltstädtchen Osnabrück"

"Osnabrücker Sinfoniechen" für sinfonisches Orchester - eine Humoreske auf die Image- Kampagne der Stadt "Weltstädtchen Osnabrück"

Die Partituranweisung Takt 298 sagt eigentlich alles: „Bevor das Adagio lamentoso angestimmt wird, heben die Musiker jeder einen Krug Bier vom Boden und trinken einen gehörigen Schluck“

Osnabrücker Sinfoniechen

Zu Satz 1 (Bilder zum Vergr. anklicken)

Gesungen wurde dieses Lied zu den Schnatgangsfesten. Zwar gibt sich dieses weitgehend unpolitisch, doch wurde seit dem 18. Jahrhundert zunehmend die politische Gesinnung kommentiert. Das Plattdeutsche wich dem Hochdeutschen. "An der Hase grünen Strande" ist ein solches Lied, das den national-schwülstigen Pathos des Kaiserreiches wiedergab.
Das Lied wurde von Hermann Schröder im Jahre der Reichsgründung geschrieben (1871). 1920 taucht das Lied beim Schnatgang der Heger Laischaft ohne 4. Strophe auf. Im Original von 1871 wurde diese Strophe durchgestrichen - eine Abkehr von Kriegs-und Heldenwahn.

Zu Satz 2

DIE OSNABRÜCKISCHE LIEDERHANDSCHRIFT VON 1575
Zu Osnabrück im Jahre 1575 kaufte ein Landedelmann das gebundene, noch nicht angeschriebene Buch für 1 Taler. Das ist zu entnehmen aus einem mühevoll zu entziffernden Zeichen auf der Innenseite der hinteren Deckelhälfte (I Canstat daler - i- bzw.- o-/Osnab. anno 75). Es wurde dann bis ins Jahr 1577 hinein vollgeschrieben. Das beweisen die Lieder, von denen keines älteren Datums ist. Alle Lieder wurden von ein und derselben Hand
niedergeschrieben, wobei der Wortlaut ständig zwischen hoch-und niederdeutscher Sprache schwankt. Der Stifter oder auch Schreiber war wohl ein Landedelmann, wie man aus den Namenseintragungen zwischen den Liedern vermuten kann: Georg von Dalwigk 1576. Jo v.D. der mitler 1576. Samuel v.D. Georg von Dincklage. H.v.D. Hnr.v.D.J.v.D. gestorben 1588 zu Cloppenburg, Thomas v.D. gest. zu Bremen. begraben zu Verden. Ewald von
Hertinghausen,
Alle Geschlechternamen weisen in die Gegenden von Oldenburg über Osnabrück bis Westfalen.
Viele Lieder sind bekannt aus anderen Liedersammlungen, wie z.B. dem "Ambraser

Zu Satz 3

Der Verfasser dieses Liedes war Kaplan Johann Mathias Seling ( 1792 -1860 ). Der erste Pfarrkaplan von St Johann spielte im gesellschaftlichen Leben der Stadt des 19 Jhdts eine gewichtige Rolle als Gründer des Mäßigkeitsvereins von 1841.
Er ging daher als Mäßigkeitsapostel in die Stadtgeschichte ein. Zeitlebens führte er einen gestrengen Kampf wider den Branntewein und die Trunksucht. In seinem Buch "Rüstkammer gegen die Macht des Brannteweins" schlägt er eine scharfe Klinge gegen den Brannteweinmißbrauch:
"Da dachte ich aber:'Mögen die Leute lachen, so viel sie wollen: eine Pflanze, die so von selbst aus dem deutschen Boden aufschießt. wird hier unter Gottes Sonnen schein und Regen ebenso gut gedeihen wie in Amerika.' Ich machte also in Gottes Namen folgende Gesetze :
1 Keinen Branntwein trinken
2 Mäßigkeitslieder und Mäßigkeitsgeschichten lernen. singen, erzählen."
Seling. J.M. Rüstkammer gegen die Macht des Brannteweins. Osn 1847 NSA 1289/76
vgl auch. Jostes. Dr. Franz. J.M. Seling. Sein Leben und sein Streben zur Linderung der sozialen Not seiner Zeit . Münster 1900

Quelle :
Text : Seling, Johann Mathias, Neue Lieder für Spinnstube, Haus und Feld, Osn. 1838, Lied Nr 60
Mel. : Die Hölle ist furchtbare Nacht 55 (So die Angabe im o.g. Buch, leider waren die Noten nirgends aufzufinden )

COPYRIGT MUSIKKLANG Norbert Ammermann