Azan - der Ruf

Azan

Hier können Sie die Azans Nr 1-8 für Streichquartett und Rezitation vorab hören. -
Der Azan ist der Ruf des Muezzin zum Gebet. -
In der Zeit der Klassik und Beethovens war das Streichquartett die Möglichkeit des konzertanten Bürgertums. Vier MusikerInnen, die gleichberechtigt spielten ... die Absage an Fürstentum und Obrigkeit.
Im Streichquartett spürte die bürgerliche Gesellschaft den Unruhen ihrer Zeit nach.-
Diese Idee ist in "Azan - 8 Streichquartette" aufgegriffen.
Nachgespürt wird musikalisch dem Ruf des Muezzin, und was dieser an Neuen unserer Gesellschaft zu sagen hat, welche Ruhe und Unruhe mit ihm verquickt ist.

Ein Freund von mir, Künstler ...

... charakterisiert die Azan-Streichquartette so:

Weder verstehe ich etwas vom Inhalt des Gesangs, noch weiß ich, wie ich die fremden Töne und Rhythmen mit meinem Musikempfinden verbinde. Für mich ist dein Muezzin eine akustische, exotische Herausforderung, die aus dem abendländischen, musikalischen Kanon fällt. Leonardo war der erste Maler, der Inspirationen aus den verwitterten Flecken einer alten Mauer gewann. Darauf bauen die Tachisten und ich als Maler auch manchmal: zur Inspiration dient gut ein chaotischer Impuls, ein Farbflecken auf der Leinwand, der aus den eingefleischten Mustern herausführt und nach neuen Visionen und Lösungen verlangt.
So zieht mich deine Bearbeitung des muslimischen Gebetsgesangs von Stück zu Stück mehr in den Bann.
1. erinnert mich an die Fanfare des Anfangs, ebenso die Rhythmik,
2. kommt mir in musikalischen Begriffen als nur halbsehend herumtappender Hörer wie ein Vivace entgegen,
3. wird von mir als neue Form, nämlich der turbulentia derwischi, sehr spannend, aufgenommen,
4. wird geradezu abgründig, eine unterschwelliges unisono mysteriosis - findet sogleich meine größte Aufmerksamkeit,
5. nimmt sich eher romantisch als Nocturne zurück - am Fluss in der Nacht unter dem Mond zu spielen, bezaubernd,
6. ist sehr frech. Die Melodie kenne ich doch, genuin abendländisch und der Muezzin singt sogar fast passend dazu. Bei den Tondehnungen und Dissonanzen wird mir betörend schwindelig; verrückter Zusammenklang, lohnendes Hörerlebnis - sagt man Scherzo dazu, wenn sich der Hörer lachend biegt?
7. und jetzt wird es tänzerisch! Mal steigt die Stimme des Muezzin wie Sauerstoffblasen in deinen Tönen auf, mal klingt sie wie Brandung und das Nebelhorn des fliegenden Holländers,
8. Wenn das nicht die abschließende Hymne ist!

Musik für Sitar

Konzerte mit den indischen Musikern Manoj Baruah und Swapan Bhattacharya

Eine Woche lang sind beide zu Gast hier in Osnabrück, und wir haben folgenden Konzerte organisiert:

Datum 22. Oktober 2019 um 19:30

Veranstalter Ev. Kirchenkreis Münster, Telefon 0251/51028510

Veranstaltungsort Erlöserkirche Münster, Friedrichstr. 10, 48145 Münster

Preis € 10,00 erm. 5,00 €

Mit den indischen Musikern Swapan Bhattacharya, Manoj Baruah (Tabla und indische Violine), Andreas Schmidt (Kantor Hannover, Orgel)

Die Musiker und Künstler sind durch All India Radio weltbekannt geworden und schlagen in ihrer Musik eine Brücke von Indien über Persien bis nach Europa. Orient und Okzident verbinden sich in den Klängen von indischer Violine, Tabla, Orgel und Sitar. An diesem Abend lassen sie einen indischen Raga aufleuchten. In der Podiumsdiskussion mit den Künstlern werden diese Brückenschläge thematisiert. Zudem ist die Zukunft der Kirchenmusik ein diskussionswürdiges Thema. Der Organist Andreas Schmidt korrespondiert dazu musikalisch auf der Orgel. Seit 2013 ist Andreas Schmidt freischaffender Musiker. Er leitet Chöre, komponiert, ist als Klavierbegleiter tätig und gastiert als Konzertorganist in vielen großen Kirchen in Deutschland. Im LIT - Verlag sind zwei Bücher zu kirchenmusikalischen Themen von ihm erschienen. / Zu Gast: Norbert Ammermann, Sitar

Eine Kooperation mit dem Evangelischen Forum Münster

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Datum 24. Oktober 2019 um 19:30

Veranstaltungsort Ev. Christuskirche, Kanalstraße 11 a, 49477 Ibbenbüren

Veranstalter Ev. Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Tecklenburg, Telefon 05482/68135

Preis € 10,00, erm. 5,00 €

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Datum 25. Oktober 2019 um 19:30 Uhr

Ort: Ev. luth. Bonnuskirche, Obere Martinistraße 54, 49078 Osnabrück

Eintritt frei / Spende

Die indischen Musiker und Künstler Swapan Bhattacharya und Manoj Baruah sind durch "All India Radio" weltbekannt geworden und schlagen in ihrer Musik eine Brücke von Indien über Persien bis nach Europa. Orient und Okzident verbinden sich in den Klängen von indischer Violine, Tabla und Sitar. In diesem Konzert können die Teilnehmenden das interkulturelle Musikprojekt hören und erleben und nach einer Einführung durch Prof. Dr. Ammermann, Kulturbeauftragter des Ev. Kirchenkreises Tecklenburg und selbst begeisterter Sitarspieler, mit den Künstlern ins Gespräch kommen. Eintritt 10 €, erm. 5 €. Weitere Informationen bei Prof. Dr. Norbert Ammermann, Kirche und Kultur, Tel.: 0541 34500023, E-Mail: an@norbert-ammermann.de.

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WDR

Überblick zu meinem musikalischen Schaffen

Aus der Presse

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