Mitwirkende

Religions for Peace, Gruppe Osnabrück

Friedensbüro der Stadt Osnabrück

Menschen, die nach Europa geflüchtet waren (aufgezeichnet)

Schülerinnen und Schüler (aufgezeichnet)

Städtebotschafterinnen und Städtebotschafter der Stadt Osnabrück (aufgezeichnet)

Ausstrahlung

Online am Donnerstag 22.20.2020 ab 19:30 Uhr aus der Friedenskirche Büren bei Osnabrück.

"Ach Europa"

Corona ändert auch dieses Projekt. Es wird als Kombination von sinfonischen Tonbildern und Rezitationen online ausgestrahlt am 22.10.2020 ab 19:30 Uhr im Rahmen der Tage zum Westfälischen Frieden 2020, Stadt Osnabrück.

Inhalt

Die Sage von der Europa, die von Zeus entführt wird, ist Ausgangspunkt dieses szenischen Musiktheaters. Aber der Schwerpunkt liegt auf zeitgemäßen Fragestellungen, nicht auf der Historisierung der Sage. Wie soll es mit Europa weitergehen angesichts von Rechtsruck, Menschen auf der Flucht, Nationalismen und libertären Gedankengut?

Bild 1: Der Stier

Menschen mit Fluchterfahrung geben eine Antwort au die Frage, was Europa (als Kontinent und Staatengebilde) ihnen bedeutet.

Das musikalische erste Bild ist stark percussion-orientiert; das orchestrale Schlagwerk steht im Vordergrund

Bild 2: Der Liebhaber

Es werden europäische Liebeslieder rezitiert.

Erst hier setzt die Orchestrierung ein. Musikalisch ausgemalt werden diese europäische Liebeslieder aus 8 Jahrhunderten, die sich um erfüllte und unerfüllte, märchenhafte und realistische Liebe ranken.

Bild 3: Der Gott

Stumm gezeigt werden Zitate zu Europa von Hölderlin, Nietzsche (mit seiner Sorge um den europäischen Nihilismus), Habermas, Carl Schmitt, Walter Benjamin … Philosophen, die sich auf ihre Weise kritisch mit der europäischen Idee auseinandergesetzt und Europa im Faschismus von der schlimmsten Seite erlebt haben.

Im letzten musikalischen wird ein Chor mit Vokalismen eingesetzt. Erst hier erklingt die volle Orchesterbesetzung.

Zum "Reinschnuppern" (4 Min.) (Ton einschalten!)

Zur sinfonischen Tondichtung

Zu Bild 1 „Der Stier“

Der abstrakten Choreografie und den Eingangszitaten zu Europa korrespondiert eine auf der Schlagzeugbatterie, Pauken, Tuba und Kontrafagott fußende Orchestrierung, die abstrakte Rhythmen kombiniert. Die Deutung ist vielseitig möglich.

Zu Bild 2 „Der Liebhaber“

In der szenischen Fassung wandelt Geiger wandelt auf der Bühne umher und erweckt nach und nach schlafende Liebespaare zum Leben, indem er und das Orchester europäische Liebeslieder aus acht Jahrhunderte anstimmen. Es sollte eine anmutige, sinnengefällige Choreografie enstehen. Aufgrund der Pandemie wird diese Version wie die anderen Bilder als Video online ausgestrahlt.

Die Melodien starten natürlich mit einem Liebeslied aus Kreta; es folgt „Dat du meen Leuwsten bist“ (Deutschland), „A fine young man it was indeed“ (England), „och lichten Karin“ (schwedisch), „Abre a porta Anna“ (portugiesisch), „O mia“ (italienisch) usw. – quer durch Europa.

Zu Bild 3 “Der Gott“

Erst hier setzen im Orchester die Streicher chorisch ein, die in Bild 2 lediglich rudimentär pizzicato zu hören waren. Das volle Orchester ertönt. Der Stier hat sich zum Liebhaber gewandelt und wandelt sich zum „Gott“ – dieser „Gott“ aber verstanden als philosophische Gottheit, als Gabe der Vernunft, des ästhetischen Empfindens, des Wissens um Gut und Böse, der Freude an den Künsten. Unterschiedliche philosophische Zitate werden choreografisch umgesetzt. Ob aber darin noch eine Perspektive für Europa liegt?

Kurze Statements der Osnabrücker Städtebotschafter zur Frage "Was bedeutet mir Europa?" schließen dieses Bild ab.

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